Soft Skills: Sozialkompetenz

Soft Skills: Sozialkompetenz

Sozialkompetenz wird im Arbeitsleben groß geschrieben. Schwierig ist es allerdings, die Frage zu beantworten: "Wie ist man denn eigentlich, wenn man sozial kompetent ist?"




Sozialkompetenz gilt auf dem Arbeitsmarkt fürs mittlere Management als Schlüsselqualifikation und beschreibt die Fähigkeit, Teamgeist und Motivation in die Zusammenarbeit mit Kollegen, Kunden, Vorgesetzten oder Mitarbeitern einzubringen und für gemeinsame Ziele zu nutzen.

Kontaktfähigkeit, Höflichkeit, Dialogfähigkeit

Das setzt beispielsweise Kontaktfähigkeit und Höflichkeit voraus. Auch die Dialogfähigkeit ist eine Komponente der Sozialkompetenz: Viele reden und reden, verstehen sich gegenseitig aber nicht. Das liegt oft daran, dass keiner dem anderen zuhört. Zuzuhören ist aber nur einer von vielen Aspekten, der die Fähigkeit, miteinander in Dialog zu treten, charakterisiert. Weitere Voraussetzungen sind:

  • Interesse
  • Einfühlungsvermögen
  • Menschenkenntnis und Intuition
  • Verständnis und Vorurteilslosigkeit
  • Beziehungsfähigkeit, Beziehungspflege und Mitleid
  • Gastfreundschaft
  • Liebenswürdigkeit


Miteinander arbeiten und handeln können

Ein anderer Aspekt der Sozialkompetenz ist, mit anderen konstruktiv zu arbeiten und zu handeln, kurz teamfähig zu sein: Das bedeutet, sich auf einzelne Gruppenmitglieder einzustellen und bei seiner Arbeit auch die Erfahrungen von Kollegen mit einzubeziehen.

Die eigenen Erfahrungen gerne an andere weiter zu geben, fällt auch unter den Begriff der Teamfähigkeit. Nur wer anderen kein Wissen vorenthält, kann gemeinsame Ziele entwickeln. Und wer sich selbst fragt, in welchen Teams er besonders erfolgreich gearbeitet hat und in welchen weniger, entdeckt vielleicht die Ursachen für ungünstige Konstellationen und vermeidet diese in Zukunft.

Zur Sozialkompetenz zählen auch die Fähigkeiten, sich und andere in eine Gruppe zu integrieren und sich mit den Teammitgliedern auseinandersetzen zu können. Dabei lassen sich Konflikte nicht immer vermeiden. Es kommt jedoch darauf an, wie man in Konfliktsituationen agiert. Wer konfliktfähig ist, vertritt seinen Standpunkt sachlich, vermeidet Polemik und hat ein Ohr für die Argumente der anderen.

(Dirk Baranek, CoachAcademy 2006 / Bild: Photo Alto)



Dirk Baranek
ist studierter Geschichts- und Sprachwissenschaftler.
Seit 2004 betreut er als Online-Redakteur die CoachAcademy.
Als freier Autor schreibt er ferner für Magazine,
Tageszeitungen und Online-Portale.