Sichere Jobsuche: Identitätsdiebstahl vermeiden

Sichere Jobsuche: Identitätsdiebstahl vermeiden

Millionen von Personen wird jedes Jahr ihre Identität geraubt. Vielleicht sind Sie, oder jemand den Sie kennen, bereits Opfer dieses weltweit am schnellsten wachsenden Verbrechens geworden. Diese folgenden professionellen Ratschläge erklären Ihnen Vorsichtsmaßnahmen, die Sie vor und nach dem Auftreten eines Identitätsdiebstahls ergreifen sollten, um das Risiko deutlich einzuschränken.

Das Unternehmen "Kroll's Fraud Solutions" hat im Rahmen seiner Arbeit für ein weltweit führendes Risikoberatungsunternehmen einzigartige Erfahrungen an vorderster Front damit gesammelt, Unternehmen und Privatanwender gegen Datenlecks zu schützen und darauf zu reagieren. Hier sind zwölf Tipps von Kroll und Monster:

1. Hüten Sie sich vor dem Wort "verhindern"

Keine Person und kein Produkt kann Identitätsdiebstahl zu 100 Prozent verhindern. So lange Kriminelle vom Stehlen profitieren können, wird es Diebstahl geben. Sensible persönliche Informationen (SPI), wie zum Beispiel Sozialversicherungsnummern und Angaben zu Bank- oder Kreditkartenkonten finden sich überall, archiviert und gespeichert auf eine Vielzahl von Arten. Privatpersonen und Unternehmen können den Zugang zu SPI einschränken und so ihre eigene Sicherheit erhöhen. Dazu müssen sie die Art und Weise ändern, in der sie Informationen freigeben, sammeln, speichern und vernichten. Als allgemeine Regel fragt Monster nach keinen SPI. Wenn es um SPI geht, ist Wachsamkeit immer die beste Maßnahme.

2. Es gibt keine "Garantien"

Dieses Motto gilt für viele Dinge im Leben, und Identitätsdiebstahl bildet keine Ausnahme. Die Auswirkungen einiger Betrugsvorgänge können rückgängig gemacht werden, andere Zwangslagen aufgrund von Identitätsdiebstahl sind einfach nicht zu beheben. Wenn Sie sich wegen einen Betrügers oder eines Fehlers auf der "Liste der unerwünschten Flugpassagiere" wiederfinden, so wird Ihr Name auf dieser Liste bleiben. Eine Software kann hierfür keine Lösung bieten.

Überprüfen Sie jedes Produkt und jede Dienstleistung, bevor Sie Hilfe in Anspruch nehmen, um dem Zustand vor dem Diebstahl wiederherzustellen. Sie müssen sich auch klar machen, dass dieses Vorgehen Zeit benötigt - Sie müssen sich nicht nur durch Webseiten und Passwortänderungen durcharbeiten, sonders notfalls auch Behördengänge und Gespräche mit Ihrer Bank in Betracht ziehen.

3. Hüten Sie sich vor "Shoulder Surfern" und "Skimmern"

Verdecken Sie bei der Eingabe von Persönlichen Identifikationsnummern (PINs) das Tastenfeld. Achten Sie außerdem auf Personen, die zu nahe bei Ihnen stehen, wenn Sie Ihre Kreditkarte oder Ihre EC-Karte in der Öffentlichkeit benutzen. Durch den Einsatz der Fotofunktion in Mobiltelefonen kann ein Dieb durch "Shoulder Surfing" recht einfach an Ihre privaten Daten gelangen, wenn Sie nicht vorsichtig sind.

Nutzen Sie nach Möglichkeit Geldautomaten, die Sie kennen. So fällt es Ihnen leichter zu erkennen, ob die Maschine ungewohnt aussieht oder etwas anderes damit nicht stimmt. Ihre Aufmerksamkeit kann dazu führen, den Betrugsversuch eines Skimmers aufzudecken, der an diesem Standort versucht, PIN-Nummern oder Bankdaten zu stehlen.

4. Bewahren Sie Ihren Sozialversicherungsschein sicher zuhause auf

Es gibt nur sehr wenige Gründe, dieses Kronjuwel der SPI mit sich herum zu tragen. Etwas so kleines wir der Sozialversicherungsschein kann leicht verloren gehen, einfach durch das Öffnen Ihrer Geldbörse. Denken Sie daran, dass es bei Identitätsdiebstahl und Betrug nicht ausschließlich um Geld geht. Diebe können eine "saubere" Sozialversicherungsnummer dazu verwenden, ein komplett neues Leben aufzubauen.

5. Stellen Sie sicher, dass keine Daten mehr auf der Festplatte vorhanden sind, bevor Sie Ihren Rechner entsorgen oder verkaufen

Das Löschen von Daten auf einer Festplatte erlaubt Ihrem Computer lediglich, an dieser Stelle bei Bedarf neue Daten zu speichern. Die ursprünglichen Bits und Bytes werden aber erst einmal nicht gelöscht. Entfernen Sie vor dem Verkauf oder dem Verschrotten Ihres Rechners daher die Festplatte - nur so gehen Sie sicher, dass Sie keine persönlichen Daten wegwerfen oder weitergeben.

6. Wählen Sie "Nicht angemeldet bleiben" anstatt "Angemeldet bleiben"

Wie viele Webseiten besuchen Sie, die es Ihnen ermöglichen, sich beim nächsten Besuch automatisch anzumelden? Machen Sie in diesem Kästchen keinen Haken! Je schwerer Sie es einem Hacker machen, Ihrer Spur in ein Online-Geschäft oder ein Bankkonto zu folgen, desto besser.

7. Verlassen Sie sich nicht alleine auf Betrugswarnungen und Kreditsperren

Betrugswarnungen dienen dazu, den Dieb einer Identität davon abzuhalten, ein neues Konto in Ihrem Namen zu eröffnen. Kreditsperren schränken den Zugriff auf Ihre Bankauskunft ein, was es ebenfalls erschwert, neue Konten zu eröffnen. Aber keine dieser Maßnahmen hindert einen Dieb daran, Ihre SPI gegen Bargeld zu verkaufen oder diese für einen Steuerbetrug oder eine von zahllosen anderen Betrugsmöglichkeiten zu nutzen.

8. Seien Sie vorsichtig mit Interneteinträgen

Soziale Online-Netzwerke ermöglichen Menschen weltweit miteinander zu chatten, Fotos auszutauschen, Mitarbeiter zu suchen, Verabredungen zu treffen, Lebensläufe zu veröffentlichen, Eigentum zu versteigen und vieles mehr. Da das Internet die Möglichkeit bietet, jedes veröffentlichte Dokument mit einem anderen zu verknüpfen, kann eine Information, die Sie online stellen, möglicherweise bis in alle elektronische Ewigkeit dort stehen bleiben.

9. Behalten Sie den Schlüssel

Wenn Sie aus einem Hotel auschecken, in dem Ihnen eine Karte als Schlüssel für die Zimmertür ausgehändigt wurde, lassen Sie diese Karte nicht zurück. Behalten Sie diese, bis Sie sicher zuhause sind und die Karte zerkleinern oder auf eine andere Weise sicher vernichten können. Einige sagen, es sei ein Gerücht, dass Kartenschlüssel wichtige Daten - wie zum Beispiel Kreditkartennummern - enthalten. Andere berichten, dass sie das Vorhandensein von kodierten privaten Daten auf dem Magnetstreifen eines Zimmerschlüssels überprüft und bestätigt haben. Auch wenn es keine endgültige Antwort zu dieser Frage gibt, warum das Risiko eingehen?

10. Was ist in Ihrer Brieftasche?

Fertigen Sie Fotokopien von den persönlichen Unterlagen in Ihrer Brieftasche an: Führerschein, Kreditkarte, Versicherungskarten, komplett mit Vorder- und Rückseite. Wenn Ihre Geldbörse gestohlen wird, müssen Sie nicht lange überlegen, welche Papiere tatsächlich entwendet wurden. Und Sie sind in der Lage, schnell die richtigen Stellen darüber zu informieren, was passiert ist.

11. Erkennen und vermeiden Sie Phishing-E-Mails

Phishing-E-Mails werden genutzt, um in betrügerischer Weise an persönliche Daten und Kontoinformationen zu gelangen. Diese E-Mails können ihre Adressaten auch dazu verleiten, schädliche Software herunter zu laden. Eine solche Nachricht enthält oft eine Mitteilung darüber, dass es ein Problem mit dem Konto des Empfängers gibt, um das er sich sofort kümmern muss. Zusätzlich wird ein Link verschickt. Dieser führt zu einer manipulierten Webseite, auf der der Empfänger dazu aufgefordert wird, persönliche Daten oder Kontoinformationen einzugeben oder schädliche Software herunter zu laden.

Monster wird Sie niemals dazu auffordern, Software herunter zu laden, um Zugriff auf Ihr Konto zu erlangen oder unsere Dienstleistungen zu nutzen.

12. Führen Sie eine sichere Jobsuche durch

Achten Sie darauf, welche Informationen Ihr Lebenslauf enthält. Das gilt besonders, wenn er online erscheint. Die folgenden Angaben sollte ein Online-Lebenslauf nie enthalten:

  • Sozialversicherungsnummer
  • Führerscheinnummer
  • Kontoinformationen
  • Kreditkarteninformationen
  • Passwörter
  • Geburtsdatum

Sie sollten diese persönlichen Informationen auch keinem möglichen Arbeitgeber mitteilen, bis Sie sicher sind, dass der Arbeitgeber und das Jobangebot seriös sind. Im frühen Stadium eines Einstellungsverfahrens ist es durchaus verständlich, dass Arbeitgeber nach Ihrer Ausbildung, Erfahrung und Eignung in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle fragen. Persönliche Informationen sollten Sie aber nicht preisgeben, bis Sie den Hintergrund des Unternehmens überprüft haben.

Das Team zur Betrugsverhinderung von Monster fügt hinzu, dass Betrügereien oft online stattfinden. Diese Täuschungsversuche konzentrieren sich häufig auf Unternehmen, deren Geschäfte über Onlinekäufe zustande kommen. Monster bietet weitgehend kostenlose Dienstleistungen an, und die in Ihrem Lebenslauf vorhandenen Kontaktinformationen sind auch leicht an anderen Stellen auffindbar, etwa im Telefonbuch. Daher können Sie sicher sein, dass die Veröffentlichung eines Lebenslaufs bei Monster eine sichere Möglichkeit ist, um eine Jobsuche durchzuführen und Ihre Karriere voranzubringen. Dennoch sollten Sie vorsichtig sein, welche persönlichen Informationen Sie freigeben.