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Lebenslauf: Machen Sie den Frühjahrsputz

Lebenslauf: Machen Sie den Frühjahrsputz

Lebenslauf: Machen Sie den Frühjahrsputz

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Der Frühling ist da. Wenn die Tage wärmer und länger werden, ist es Zeit für den Frühjahrsputz. Ehe Sie zum Staubwedel greifen, sollten Sie Ihren Lebenslauf auf Vordermann bringen. Machen Sie das zu Ihrem Frühlingsprojekt.




Äusserlichkeiten

Von wegen Äusserlichkeiten zählen nicht. Attraktive und grosse Menschen machen leichter Karriere. Das finden wir nicht ganz so lang geratenen weniger gut, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gut abgehangen wird der Lebenslauf nicht besser

Einen hervorragend guten Eindruck sollte auch Ihr Lebenslauf machen – und zwar auf den ersten Blick. Je länger Sie ihn nicht mehr aktualisiert haben, umso eher ist er schon rein äusserlich nicht mehr up-to-date.

Vor einigen Jahren mag ein auf die Schnelle in Textverarbeitungsprogrammen zusammengestellte Lebenslauf mit Schnörkelschrift (oder noch schlimmer: mit verschiedenen Schriften) und eng gesetzten Zeilenabständen optisch in Ordnung gewesen sein.

Das sieht dann leider oft so aus:

 

Besser ist das Bauhaus-Motto: Die Form folgt der Funktion. Wählen Sie eine einheitliche, gut lesbare Schrift (Mit den Klassikern Arial oder Helvetica macht man nie etwas falsch). Gehen Sie mit Fettungen und Kursiven (schräg gestellte Schriften) sparsam um. Exotische Schriften sind kein Zeichen von Kreativität.

So macht es gleich einen besseren Eindruck:

 


Geben Sie dem gesamten Lebenslauf eine Struktur, der das Auge des Lesers leicht folgen kann: Das erhöht die Lesbarkeit und macht einen professionellen Eindruck.

Ein paar schöne Beispiele, die Sie sich zur Verwendung kostenlos herunterladen können, finden Sie bei unseren Musterlebensläufen.

Das Bewerbungsfoto

Noch ist es üblich, dem Lebenslauf ein Foto beizufügen. Dass Schnappschüsse und Ganzkörperfotos nichts für die Bewerbung sind, versteht sich von selbst. Aber begutachten Sie Ihr (hoffentlich aktuelles) Bewerbungsbild noch einmal kritisch.

  • Hat es ein vernünftiges Format? Fotos in Passbildgrösse sind absolut out. Ein bisschen grösser darf es schon sein.
  • Wie alt ist das Bild? Wenn Sie sich selbst kaum noch erkennen, weil die Dauerwelle einem Kurzhaarschnitt gewichen ist, ist das ein gutes Zeichen, dass Sie den Gang zu einem guten Fotografen antreten sollten.
  • Passt das Bewerbungsfoto zum Job? Vielleicht haben Sie sich zuletzt bei einer Werbeagentur vorgestellt, die Kleidung, die Sie auf dem Bewerbungsbild tragen, weniger formale Ansprüche stellen als die Bank, bei der Sie sich nun bewerben.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, haben wir auch darüber einen guten Artikel über das perfekte Bewerbungsfoto.

Ausmisten und neu arrangieren

Die letzte Bewerbun liegt mehrere Jahre zurück? Natürlich sollten Sie den Lebenslauf aktualisieren und die letzten beruflichen Stationen nachtragen. Doch damit ist es nicht getan.

Überflüssiges gehört auf den Sperrmüll

Besonders Berufserfahrenen gerät der Lebenslauf über die Jahre immer länger gerät. Ruckzuck überschreitet er drei, vier Seiten. Das möchte kein Personaler lesen. Und wenn er es doch tut, hat er zum Schluss vergessen, was auf der ersten Seite stand.

Überflüssiges gehört auf den Sperrmüll. Das ist eine echte Herausforderung, genau wie bei persönlichen Dingen, die man ungern wegwirft, weil man sie „vielleicht noch einmal gebrauchen kann.“ Hilft aber nichts. In vielen Fällen tut Ausmisten auch dem Lebenslauf gut.

Nicht alles ist auch relevant

Selbstverständlich muss ein Lebenslauf lückenlos sein. Die Grunddaten Ihrer beruflichen Stationen behalten Sie als bitte drin. Überlegen Sie aber, welche Jobs, Erfahrungen, Projekte und Erfolge überhaupt noch wichtig und für die angestrebte Stelle relevant sind.

Sagen wir, Sie möchten sich als 45 Jahre alter Abteilungsleiter bei einer Versicherung bewerben. Dann sind die Details Ihrer mehr als 20 Jahre zurückliegenden Ausbildung kaum mehr interessant und dürfen problemlos gekürzt werden. Dem Praktikum, das sie vor Jahrzehnten in einer Werbeagentur gemacht haben, gebührt auch nur ein kurzer Hinweis.

Ständige Wiederholungen der gleichen Tätigkeiten bei verschiedenen Arbeitgebern müssen auch nicht sein. Heben Sie lieber wichtige und relevante Dinge hervor und erläutern diese ausführlicher.

Rechtschreibung

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Lebenslauf (genau wie alle Bewerbungsunterlagen) absolut fehlerfrei sein muss. Schon wegen weniger Vertipper landen Bewerbungen ganz schnell im Papierkorb wie Studien bewiesen haben.

Passen Sie Ihren Lebenslauf der (nicht mehr ganz so) neuen deutschen Rechtschreibung an. Und werfen Sie besonderes Augenmerk auf die ersten Stationen ihre Lebenslaufes. Sie wären nicht der erste, der einen Schreibfehler über die Jahre von Lebenslauf zu Lebenslauf einfach mitkopiert.

Der gute Vorsatz

Nehmen Sie sich vor, eimmal im Jahr Ihren Lebenslauf diesem Check-up zu unterziehen. Denn Sie werden merken, dass eine Auffrischung nach langer Zeit viel Mühe kostet. Das können Sie sich sparen. Die nächste Bewerbung kommt bestimmt und dann werden Sie froh sein, den perfekten Lebenslauf nur noch aus der Schublade ziehen zu müssen.

(Frank Neumann, 2010 / Bild: Lucian Tiut, Fotolia.com)

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